Zum Jubiläum gibt´s ein kleines selbstgemachtes Festival

AACHEN. Ganz viel Musik und ganz viel Gewusel: Das wünschen sich Horst Schippers und Thomas Berndt für den morgigen Samstag. Dann feiern die beiden Gründer der „Mufab“ am Grünen Weg mit vielen Schülern und Dozenten, Freunden und Verwandten, Fans und Interessierten das zehnjährige Bestehen ihrer Musikschule.

von Martina Feldhaus


„Es wird drei Bühnen geben. Eine draußen im Hof, eine im großen Saal und noch eine kleine Bühne oben“, sagt Schippers. „Und überall treten Bands und Musiker auf, spielen auch parallel. Wir wollen, dass das ganze Haus Musik ist.“
Instrumente und Vocal-Coaching
Ein Wunsch, der in Erfüllung geht. Denn zum Jubiläum haben sich elf Bands und Musik-Ensembles angesagt, die für ein ohrenlastiges Programm sorgen. Die meisten sind Dozenten der Mufab, von denen viele in Aachen und darüber hinaus bekannt sind.

Da ist etwa Heiko Wätjen vom Lagerfeuer-Trio, der in der Musikschule Bass und Kontrabass unterrichtet und Bands coacht, da sind zum Beispiel Gitarrist Tilmann Schneider und Pianist Moritz Schippers. Neben Unterricht an Schlagzeug, Harfe, Saxophon und vielem mehr gibt‘s in der Mufab Vocalcoaching und musikalische Frühförderung. Am Samstag soll eben diese Vielfalt von 14 bis 22 Uhr in und an der Musikschule gefeiert werden. Neben einem Mini-Konzertfestival ist der Tag auch ein Tag der offenen Tür, bei dem Schüler und Schülerbands auftreten und sich Interessierte informieren können. Auch für Kinderprogramm ist gesorgt, unter anderem mit dem Schülerzirkus Configurani und einer Hüpfburg.
Thomas Berndt, Horst Schippers und Markus Bothe haben die Mufab vor zehn Jahren gegründet. Eigentlich ist die Geschichte der Musikschule aber schon etwas älter. Die drei lernten sich während des Studiums am Conservatorium Maastricht kennen und begannen 2000 mit den ersten Unterrichtsstunden am Grünen Weg, um ihre Begeisterung für die Musik weiterzugeben. Nach und nach nutzten sie dort immer mehr Räume, schließlich wurde das Gebäude komplett zur Musikschule ausgebaut und saniert, größtenteils in Eigenarbeit. Schippers: „Wir wollten eine Musikschule mit Tageslicht. Ein Gebäude, das nur für Musik gemacht ist – abseits der üblichen Proberäume in Bunkern.“
Im November 2004 war es dann soweit: Als „Musikfabrik“ eröffneten die eingefleischten Musiker ihre Schule, wegen einer Namensgleichheit mit einem Kölner Orchester mussten sie aber umswitchen und nannten sich ab dann einfach „Mufab“. Heute kommen rund 500 Schüler zum Unterricht an den Grünen Weg, sie werden von rund 35 Dozenten in 16 Räumen unterrichtet. Sogar eine eigene Bigband mit 25 Mitgliedern hat die Musikschule.
Am Samstag soll all das mit viel Musik begangen werden. Und als ob zehn Jahre Jubiläum nicht reichen, gibt es noch etwas zu feiern: Die Mufab-CD, ein Sampler aus Stücken von Mufab-Künstlern, wird an diesem Tag erstmals präsentiert. „Es ist eine Art ‚Sound of Mufab‘“, freut sich Thomas Berndt. „Wir zeigen damit, dass hier richtig coole Musiker am Start sind.“
Finanziert haben er und seine Mitstreiter die Produktion über das sogenannte Crowdfunding, also eine Schwarmfinanzierung per Internet. Schippers: „Das war sehr erfolgreich. Ich hätte nicht gedacht, dass manche so große Beträge spenden.“ 15 Musikbeiträge sind auf der CD zu hören, von Hardrock über Techno bis zu Harfenmusik ist alles dabei.
Und vielleicht kauft ja auch Manfred Leuchter gleich mal eine. Denn der erfolgreiche Komponist, Produzent und Akkordeonspieler hat sich kurzfristig noch für Samstag angekündigt – musizierend versteht sich. Schippers: „Für ihn finden wir noch ein Plätzchen.“

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